Rezension: Bad Fucking von Kurt Palm

erschienen bei rororo

Taschenbuch, 288 Seiten

ISBN: 978-3499256530

Preis: € 9,99 – Hier bei Amazon bestellen.

Die Vienna Honeybees haben ihr Cheerleader-Trainingscamp nach Bad Fucking gelegt. Warum? Hier ist der Hund begraben und außer trainieren können die Mädels dort nicht viel machen. Doch dann gibt es einen Toten. War es Mord?

Der zweideutige Titel war der Grund, warum ich mir „Bad Fucking“ gekauft habe, denn er klang durchaus vielversprechend.

Etwas abschreckend wirkte allerdings, der Klappentext – für mich zu viele Infos. Leider erzählt er schon fast die ganze Geschichte. Nur die Zusammenhänge sind noch nicht ganz klar. Sie wurden zwar im Verlauf des Buches etwas klarer, aber die Geschichte dadurch nicht unbedingt besser. Der Anfang war noch ansprechend, aber dann wird der Leser von den vielen parallelen Geschichten und dem rasanten Tempo quasi durch das Buch „geprügelt“.

Zum Glück steht auf dem Cover schon „kein Alpen-Krimi“, denn wer einen anspruchsvollen Krimi erwartet, wird enttäuscht. Es gibt Mord, Erpressung und andere kriminelle Machenschaften. Themen, die manchem Autor Stoff für mehrere echte Krimis liefern würden. In „Bad Fucking“ wird alles mehr oder weniger einfach nur aneinandergereiht und diffus miteinander verknüpft. Wirklich fesselnd oder mit rotem Faden ist das Buch jedoch nicht. Auch ein paar notgeile Rentner und ein paar Internet-süchtige Teenies konnten die Story nicht mehr rumreißen.

Wenn ich dann noch auf der Rückseite des Buches lese, dass dieses Buch mit dem Glauser-Preis 2011 für den besten deutschsprachigen Kriminalroman ausgezeichnet wurde, frage ich mich, ob es im deutschsprachigen Raum im letzten Jahr wirklich keine besseren Krimis gegeben haben soll…

Wer keinen Wert auf eine anspruchsvolle, tiefgründige Geschichte legt, der ist mit „Bad Fucking“ als Lektüre für Zwischendurch vermutlich ganz gut bedient. Alle anderen sollten sich überlegen, ob sie nicht lieber etwas anderes lesen möchten. Ich war wirklich enttäuscht…

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