Rezension: Hot House Flower von Margot Berwin

erschienen bei Fischer

Taschenbuch, 334 Seiten

ISBN: 978-3596184613

Preis: € 8,95 – Hier bei Amazon bestellen.

Nach ihrer Scheidung möchte Lila eines insbesondere nicht: soziale Kontakte. Das ändert sich, als sie auf einem New Yorker Markt auf David Exley, einen attraktiven Pflanzenhändler, trifft und sie beginnt, sich für tropische Pflanzen zu interessieren. Dadurch lernt sie in einem Waschsalon Armand kennen. Als sie einen schwerwiegenden Fehler begeht, muss sie mit Armand nach Mexiko reisen um dort wieder gerade zu biegen, was sie in New York verbockt hat. Wollte sie eigentlich Abstand zu Männern haben, tritt hier noch ein dritter, Diego, in ihr Leben, was die Reise nicht einfacher macht…

Erst das Cover der Zeilenreich-Vorteilsausgabe dieses Buches war der Auslöser, dass ich mich überhaupt dafür interessiert habe: mit Pflanzen habe ich nichts am Hut, bei meinem grünen Daumen überlebt nicht mal ein Kaktus (weil er zu wenig Wasser bekommt), aber die rosanen Orchideen haben mir gefallen. Da auch der Klappentext ansprechend war, habe ich mich dazu entschieden das Buch zu kaufen.

Von Beginn an hat mich die Geschichte gefesselt. Auch wenn ich die Liebe zu Pflanzen nicht teile, hat sie mich fasziniert.

Das Buch ist aufgeteilt in drei Teile: New York City, die Halbinsel Yucatan und (die Rückkehr nach) New York City. Die einzelnen Kapitel tragen die Namen von Pflanzen, die in dem jeweiligen Kapitel eine Rolle spielen und vor dem eigentlichen Kapitelbeginn wird die Besonderheit oder die Wirkung der Pflanzen beschrieben. Noch nie habe ich in einem Buch so viel über Pflanzen gelernt, auch wenn es teilweise etwas mystisch war.

An sich ist die Geschichte doch abgedreht. Lila ist auf der Suche nach den zehn Pflanzen der Sehnsucht und auf der Scuhe nach sich selbst. Dabei macht sie sehr unterschiedliche Erfahrungen – mit Männern und insbesondere mit bewusstseinsverändernden Pflanzen, was nicht immer realistisch, dafür aber spannend und sehr geheimnisvoll ist. Vor allem war die Geschichte nie langweilig.

Neun der Pflanzen, die Lila suchen muss, lernt man schon vor dem Beginn des eigentlichen Buches kennen. Dort sind sie mit Schwarzweiß-Zeichnungen und ihren mystischen Bedeutungen aufgeführt. Aber um zu erfahren welche die zehnte Pflanze ist, muss man das Buch lesen!

Ich fand das Buch sehr abwechslungsreich und habe mich gut unterhalten gefühlt. Deshalb halte ich es durchaus für lesenswert, man muss sich aber darauf einlassen in eine andere (Pflanzen-)Welt einzutauchen, sonst wird man mit der Geschichte nichts anfangen können.

Sollte ich mal auf den Selbstfindungstrip kommen, hoffe ich allerdings, dass er nicht so kurios wird wie der von Lila. 🙂

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