Rezension: Die Nächste bitte von Mia Morgowski

erschienen bei rororo

Taschenbuch, 368 Seiten

ISBN: 978-3-499-25637-0

Preis: € 8,99

Nella leidet an Flugangst. Weil sie aber trotzdem zu ihrem Freund Leo nach Genf fliegen möchte, geht sie zu ihrem Hausarzt um sich ein Mittelchen verschreiben zu lassen. Behandelt wird sie von Dr. Rosen junior, der sie nicht ganz ernst nimmt. In Gedanken ist er nämlich auch in der Schweiz! Er hat sich dort in Schönheitsklinik als Anti-Aging-Doktor anheuern.

Auf dem Flug nach Genf begegnen sich die beiden wieder, als Nella hyperventilliert und Paul sie retten muss. Nach der Landung kommt es zu einer folgenschweren Verwechslung: Pauls potentieller neuer Chef hält Nella für dessen Ehefrau…

Zunächst stand ich dem Buch sehr kritisch gegenüber: nach „Auf die Größe kommt es an“ und „Kein Sex ist auch keine Lösung“ jetzt also ein Arztroman von Mia Morgowski? Zum Glück aber kein Arztroman wie ich ihn aus Omas Schmierenheftchen kenne. 😉 Die Geschichte und auch der Schreibstil sind aber moderner.

Nella und Paul sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere. Er, der Karrieremensch auf der Überholspur. Sie, die Gemütliche, die sich so durch das Leben wurschtelt. Aber wie sollte es anders sein: Gegensätze ziehen sich an. Leider sind beide Charaktere etwas oberflächlich, aber auf ihre Weise doch amüsant.

Als abwechslungsreich empfand ich zu Beginn die Aufteilung des Buches in zwei verschiedene Schreibstile. Pauls Geschichte wird in einem fließenden Text erzählt, Nella erzählt ihre Sicht der Dinge in Tagebuch-Form. Leider haben mich die Tagebuch-Eintragungen nach einer Weile gelangweilt, sie waren zeitweise etwas anstrengend zu lesen. Trotzdem war es witzig zu lesen wie unterschiedlich die Situationen von den beiden Charakteren wahrgenommen wurden.

Leider kann „Die Nächste bitte“ den beiden Vorgängern „Kein Sex ist auch keine Lösung“ und „Auf die Größe kommt es an“ bei Weitem nicht das Wasser reichen. Es ist zwar ein unterhaltsames Buch, aber leider nicht wirklich anspruchsvoll oder tiefgründig.

Mein Fazit: kann man lesen. Tut man es nicht, hat man leider nicht wirklich was verpasst.

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