Rezension: 27 von Kim Frank

erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag

ISBN: 978-3-499-21577-3

Taschenbuch, 256 Seiten

Preis: € 12,99

Alles in Mika’s Leben läuft zwangsläufig auf die 27 raus. Deshalb hat er bereits mit 18 Jahren Angst, dass sein Leben mit 27 zu Ende sein wird. Mit Musik hat er eigentlich nichts am Hut, bis er im Zimmer seines verstorbenen Onkels auf den „Klub 27“ stößt und erfährt, dass auch viele bekannte Musiker wie Jimi Hendrix, Kurt Cobain oder Janis Joplin auch im Alter von 27 Jahren gestorben sind. Wie alle Mitglieder des „Klub 27“ möchte auch er als Legende sterben und begibt sich auf die Suche nach seiner Berufung…

Als ich das erste Mal von „27“ gehört habe, musste ich schmunzeln: Kim Frank schreibt jetzt. Bis dahin hatte ich ihn nur als ehemaligen Frontmann der Band Echt und später als Solokünstler auf dem Schirm. Bei diesem Namen schwingen in meinem Kopf stets „Weinst du“ und „Junimond“ mit, auch wenn ich als Kind bzw. Jugendliche mit der Band nicht viel anfangen konnte.

Die Kurzbeschreibung des Buches und das Cover mit den bekannten, viel zu früh verstorbenen Musiklegenden haben mich dann dazu bewogen die Leseprobe auf leser-welt.de doch einmal genauer zu betrachten und festzustellen, dass mich das Buch doch sehr anspricht.

Zwischen Sex, Drugs und Rock’n’Roll gibt Kim Frank dem Leser einen tiefgründigen Einblick in die Seele eines Musikers. Was ihn bewegt, mit welchem Druck er zurecht kommen muss. Dank des schlichten, aber angenehmen Schreibstil konnte ich mich sehr gut in Mika hineinversetzen und seine Ängste sehr gut nachvollziehen.

Oft habe ich mich gefragt, wieviel Kim Frank wohl in Mika steckt und wieviel Mika in Kim Frank, was fiktiv und was wohl wirklich passiert ist…

Das Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Aber nicht darüber, dass auch ich in 11 Monaten 27 werden, sondern darüber was Erfolg, Alkohol und Drogen aus einem Menschen machen können und welchen Beitrag am Zerfall eines Künstlers das Management und die Presse haben können.

„27“ ist ein gelungenes Erstlingswerk, das vorallem Musikinteressierten gefallen wird. Kim Frank ist erwachsen geworden und schafft es mit dem Teenie-Star-Image aufzuräumen.

Für die Lesefaulen unter uns gibt es das Buch übrigens auch als ungekürztes Hörbuch – von Kim Frank selbst eingelesen…

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an www.leser-welt.de, auf deren Homepage ich ein Freiexemplar von „27“ gewonnen habe!
Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Bücher..., Rezensionen abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Rezension: 27 von Kim Frank

  1. Desirée schreibt:

    Das klingt ja suerp! Zumal ein Buch mit Jim Morrison auf dem Cover sowieso interessant aussieht. Aber ich glaube, ich werde mir die Lektüre lieber für den September aufheben. Da habe ich Geburtstag und werde 28…

  2. eifelmini schreibt:

    Wenn man keine Ambitionen hat in den Klub 27 aufgenommen zu werden, kann man das Buch auch ruhig mit 27 lesen.
    Aber es ist nicht unbedingt ein Gute-Laune-Buch für den Sommer, deshalb liest es sich bestimmt besser, wenn es draußen kalt und düster ist. 😉

  3. Desirée schreibt:

    Ah, na gut, dann warte ich bis November, da bin ich auf der sicheren Seite =)

  4. Pingback: Der Club 27 wächst… | Eifelmini's Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s