Rezension: Im Labyrinth der Fugger von Rebecca Abe

erschienen beim Gmeiner Verlag

ISBN: 978-3839211441

Taschenbuch, 469 Seiten

Preis: €12,90

Als Anton Fugger in Augsburg stirbt, versucht sein Sohn Christoph mit Hilfe des Jesuiten-Paters Canisius die Kinder seines Bruders Georg aus der Welt zu schaffen. Denn das Erbe des Vaters soll unter allen Nachkommen aufgeteilt werden. Canisius schickt der Fuggerschen Familie den Teufel ins Haus und schafft es so Georgs Frau Susanne in seinen gläubigen Bann zu ziehen. Nur Georgs Tochter Anne ahnt, dass das nichts Gutes verheißen kann, denn sie war dabei, als der Teufel in das Hause Fugger einfuhr…

Der Roman ist unterteilt in vier Teile (Bücher), die jeweils einen Abschnitt aus dem Leben der Anna Jakobäa Fugger beschreiben. In jedem Teil gibt es immer wieder Kapitel aus den Perspektiven anderer Protagonisten, sodass die Geschehnisse im Hause Fugger sehr lebendig und authentisch wirken.

Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert. Trotzdem schreibt Rebecca Abe sehr modern und verständlich. Sie baut aber auch einige mittelalterliche Begriffe ein, mit denen heutzutage vermutlich kaum jemand noch etwas anfangen kann. Um Worte wie Oheim, Hübschlerin oder Franzosen-Krankheit besser nachvollziehen zu können, gibt es im Anhang des Buches Worterläuterungen, in denen der Leser die Bedeutungen der Fremdworte oder Begriffe nachlesen kann. Viele Worte erklären sich aber durch den Kontext oder ich konnte sie mir aus dem Lateinischen herleiten, sodass ich nur sehr selten etwas nachschlagen musste.

Durch den mittelalterlichen Stadtplan vor dem Prolog, hat man als „Fremder“ die Möglichkeit sich in Augsburg zurecht zu finden und Szenen besser nachzuvollziehen.

Der Roman scheint historisch sehr gut recherchiert zu sein, denn die Figuren sind größtenteils historisch belegbar. Außerdem werden am Ende des Buches die Literaturangaben angeführt, aus denen Rebecca ihre Informationen genommen hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und kann es absolut weiterempfehlen. Ich glaube, es eignet sich problemlos für Einsteiger in historische Romane. Die Geschichte ist sehr komplex, aber durch den angenehmen Schreibstil liest sich das Buch sehr flüssig. Ich hoffe, dass „Im Labyrinth der Fugger“ nicht der einzige historische Roman von Rebecca Abe bleiben wird.

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