Rezension: Die Violine des Teufels von Joseph Gelinek

erschienen bei Knauer

ISBN: 978-3-426-65246-6

broschiert, 480 Seiten

Preis: € 14,99

Inspector Raúl Perdomo besucht mit seinem Sohn Gregorio ein Konzert der weltberühmten Geigerin Ana Larrazabál im Auditorio Nacional in Madrid. Doch nach der Pause wird das Konzert abgebrochen: die junge Ana wurde im Chorsaal des Konzethauses tot aufgefunden. Erdrosselt. Mit blutroten, arabischen Schriftzeichen auf der Brust. Von ihrer wertvollen Stradivari-Geige fehlt jede Spur.

Perdomo war zwar der erste Polizist vor Ort, aber erst nach dem Mord am ermittelnden Inspector Salvador wird er mit dem Fall betraut. Geschah der Mord aus islamistischen Hintergründen? Lastet auf der verschwundenen Geige wirklich ein Fluch?

Die Suche nach dem Mörder von Ana Larrazabál gestaltet sich als sehr schwierig und undurchsichtig. Es ergeben sich dubiose Zusammenhänge, wo man sie nicht erwartet. Selten habe ich meine Meinung bezüglich Täter und Mordmotiv im Verlaufe eines Buches so häufig geändert, wie bei diesem.

Der Titel und auch das schlichte Cover des Buches könnten auf einen historischen Roman schließen lassen, aber die Geschichte spielt in der heutigen Zeit.

Joseph Gelinek, Pseudonym eines spanischen Musikwissenschaftlers und Autors, verbindet gekonnt historische Aspekte mit der heutigen Zeit und er verpackt das eigentlich aus der Mode gekommenes Instrument Geige (wenn man mal von David Garrett absieht) in ein neues Gewand. Ich habe keine Ahnung wie man dieses faszinierende Instrument spielt, aber er beschreibt die Musik und die Spielweise so außergewöhnliche detailliert, dass man es sich genau vorstellen kann, wie sie klingen soll. Die im Buch erwähnten Lieder und Symphonien, die ich kannte, hatte ich förmlich wieder im Ohr.

Mit seinem fesselnden Schreibstil macht er aus einer musikalischen Kriminalgeschichte einen spannenden (Psycho-)Thriler, der sich inhaltlich und von den Ermittlungsmethoden des Kommissars von anderen Romanen abhebt.

An dieser Stelle vielen Dank dem Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar.

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