Alaaf – Kölner Straßenkarneval 2011

Heute war es wieder so weit: Weiberdonnerstag! Beginn des Straßenkarnevals.

Die ganze Altstadt voll Verrückter.

Nein, ich bin kein Karnevalshasser. Im Gegenteil. Ich liebe Karneval. Die Sitzung, die Züge.

Was ich nicht mag, sind die Zustände, die während des 11.11. und an Altweiber herrschen.

Das 7. Jahr bin ich jetzt schon mitten drin. Mit dem kleinen Unterschied, dass die meisten feiern und ich arbeiten muss.

Im Lokalradio läuft selbstverständlich den ganzen Tag Karnevalsmusik, während ich in meinem Kellerbüro sitze. Der Lärm draußen auf der Straße stört mich nicht. Die Krankenwagen, die im Minutentakt Schnapsleichen abtransportieren, höre ich schon gar nicht mehr.

Aber warum müssen sich die besoffenen Typen ausgerechnet vor meinem Bürofenster erleichtern? Ab einen gewissen Pegel scheint alles scheiß-egal zu sein. Selbst wenn drinnen jemand steht und rausguckt, packen die ihr Ding aus und finden es auch noch cool, wenn drinnen jemand guckt. Schamgrenze gleich null…

Aber Jungs: euer Elend will keiner sehen!

Da fragt man sich mal wieder, wo denn das Ordnungsamt ist, wenn man es braucht.  Ich dachte die verteilen Knöllchen für’s „Wildpinkeln“. Scheinbar nur nicht vor meinem Fenster. Da hätten die sich eine goldene Nase verdient…

Okay, die Stadt Köln hat an Karneval aber auch wirklich viel zu tun um ihre Aktionen „Keine Kurzen für Kurze“ und „Mehr Spaß ohne Glas“ (Becher ist das.) durchzuziehen.

Ob dank „Keine Kurzen für Kurze“ wirklich weniger Jugendliche betrunken sind, kann ich nicht beurteilen, aber es ist vernünftig, dass man den Wirten ein bisschen auf die Finger guckt…

Die umstrittene Aktion „Mehr Spaß ohne Glas“ fand ich schon im letzten Jahr gut. Durch das Glas- und Flaschenverbot in der Altstadt musste man am Freitag- bzw. Dienstagmorgen dannach kaum noch Angst haben in irgendwelche Scherben reinzutreten und es liegt viel weniger Müll rum. Das war in den Jahren zuvor anders…

Die wenigsten Menschen, die an Altweiber übrigens in der Kölner Altstadt feiern, sind übrigens Kölner! Der Kölner an sich ist vielleicht um 11.11 Uhr auf dem Alter Markt, aber dann geht’s zum Feiern ins Veedel (also in seinen Stadteil). Die Betrunkenen, die man Nachmittags dann noch in der Altstadt antrifft, sind mit größter Wahrscheinlichkeit  Zugereiste…

Mal schauen, was Karneval bis Dienstag noch bringt. Morgen noch arbeiten (hoffentlich ohne Fleischschau), Samstag in die Eifel, Sonntag in Köln im Schol- und Veedelszoch mitgehen.

Und am Montag, zum allerersten Mal überhaupt, weder im Rosenmontagszug mitlaufen oder arbeiten müssen, sondern auf der Tribüne stehen und den Zug angucken. Und den Kartenwert von 100 Euro pro Person „versaufen und veressen“. Gut, dass ich die Karten gewonnen und nicht gekauft habe. 😉

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