Tokio goes Hotel

Den folgenden Text habe ich am 16. September 2006 nach einem anstrengenden Arbeitstag in einem Forum geschrieben. Ich finde, es wäre schade, wenn er irgendwann in der Versenkung verschwindet, deshalb publiziere ich ihn hier jetzt einfach nochmal 😉

Sie waren da. Heute. Eingecheckt um 00:05h durch den Personaleingang auf der Rückseite des Hauses. Um 00:10h wollten sie schon wieder gehen. Zimmer zu klein. Suiten und Deluxe-Zimmer zugeteilt. Okay. 00:15h das Hotel wieder verlassen. 04:00h wieder da.
Schon Samstag Nachmittag erste Groupies, die 205 €uro zahlen wollten um im gleichen Hotel zu schlafen wie ihre Stars. Dabei wussten sie nicht mal definitv, ob sie wirklich bei uns übernachten…

Horror, ein 207-Zimmer-Hotel in Aufruhe wegen vier Jungen Deppen, von denen einer gar nicht dabei war.

Mein schlimmster Albtraum: einmal im Leben die Horror-Zwillinge bedienen zu müssen. Nett zu ihnen sein. Ihnen nicht die Meinung sagen können. Shit. Frühstücksdienst…

06:45h komme ich zum Hotel. Davor: mindestens 20 Puten, die davor gecampt haben! *krank* Sämtliche Türen verschlossen um das Eindringen der Fans zu verhindern.
Kein Kommentar zu niemandem *g* dass sie bei uns sind. *Was die Girlies mir wohl zahlen wenn ich ihnen die Zimmernummer verrate…?!* Nein, die sind mir keine Abmahnung wert…
07:00h: Dienstbeginn. Alles ruhig, nur vereinzelte Fans, die versuchen rein zu kommen. *ätsch*
09:00 bis 12:00h: sämtliche Puten, die sich ein Zimmer gemitete hatten, konsultieren regelmäßig das Frühstücksbüfett um zu gucken ob sich was tut. Fehlanzeige. Zum Glück…
11:45h: Immer noch nicht gefrühstückt, keinen Roomservice bestellt. Allerhöchste Eisenbahn: es sind keine Körnerbrötchen mehr da.
11:55h: neuer Dienstauftrag vom Restaurantleiter: „Laufen Sie mal die Etagen ab, ob an den Türen vielleicht doch noch Frühstückskarten hängen. Und wenn Sie die Herren sehen, bringen Sie bitte für die Freunde vom Direktor Autogramme mit!“ Wollte die schon immer nach Autogrammen fragen *würg* Aber ich hatte es meiner Freundin notgedrungen auch versprechen müssen. Wieder Glück gehabt: keine Frühstückskarten. Keine Band.
Ruhe.
12:30h: „Machen Sie nochmal einen Rundgang.“ Wieder nichts. Nur Securities. Angelabert. Autogramme für den Direx bekommen. Leider nur gedruckt.
12:55h: Immer noch nichts.
13:00h: in die Halle. Sie reisen ab. Ich habe Autogramme… Uniform wirkt seriös, so scheint es. Vier Autogramme von jedem. Ohne Kommentar. Alle anderen Fans müssen warten. Ich werde gerne bevorzugt. Auftrag ausgeführt. Für mich. Chef kann gucken was er macht…
13:05h: vor der Türe mittlerweile 50 kreischende Kinder. Fotos machen. Zwischen Band und Securities. Ich darf das, ich arbeite hier. Niemand hält mich auf. Band live noch hässlicher als im Fernsehn und in der Zeitung…
Auf einmal überrollt mich eine Horde Mädchen. Ich habe Panik, werde fast erdrückt, flüchte. Niewieder. Aber was tut man nicht für gute Freunde.

Ich muss feststellen: sind sie Menschen oder Maschinen?! Essen tun sie nicht! Aber sie trinken wenigstens Wasser. Und sie rauchen. Passt das ins Image?!
Das schlimmste: sie sind ruhig. Und nett. Aber sind sind halt Tokio Hotel…

Gott sei Dank ist der Tag vorbei.

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2 Antworten zu Tokio goes Hotel

  1. KaDi schreibt:

    Ich schmeiß mich weg. Wie geil is der Bericht denn.
    Mensch ich hätte schon viel früher auf deinen Blog schauen sollen *g*

  2. eifelmini schreibt:

    Als ich den Bericht damals „veröffentlicht“ habe, gab es heiße Diskussionen wo ich den her hätte, weil man nicht geglaubt hat, dass er wirklich von mir ist. Aber den hab ich ganz alleine geschrieben und bin immer noch stolz auf meine Werk! 😉

    Freut mich, dass es dir hier bei mir gefällt. Hab bisher noch nicht viel Werbung dafür gemacht, weil ich erstmal auschecken will, wie es überhaupt ankommt. Aber ich habe in Zukunft noch Großes vor 😉

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